Flexibles Teamwork
«Diese Luftführung durch die Garage ist ungewöhnlich, funktioniert aber gut. So benötigen wir auch keine Luftschächte auf der Hangseite des Gebäudes, wo sich die Gartensitzplätze befinden», sagt Mawin Langel, Leiter HLK bei der AC Energies SA in Villars-sur-Glâne. Er hat im Zug der Planung verschiedene Optionen für das Heizsystem geprüft, darunter auch Erdsonden-Wärmepumpen oder Split-Geräte. Die nun umgesetzte Variante mit vier Luft-Wasser-Wärmepumpen stellte sich energetisch, finanziell und auch von der Aufstellung her als beste Lösung heraus. Obwohl die vier Wärmepumpen auf den ersten Blick identisch scheinen, unterscheiden sie sich in Ausstattung und Funktion. Zwei der Maschinen liefern nicht nur Heizwärme, sondern auch Warmwasser, eine davon übernimmt zudem die Führung des ganzen Quartetts. «Wir arbeiten hier mit einem sogenannten ‹Leader/Follower›-Konzept», erläutert Antonio Ayude, Verkaufsberater bei ELCO. Die Leader-Wärmepumpe erkennt durch verschiedene Fühler, wie viel Raumwärme respektive Warmwasser gerade benötigt wird. Wenn sie diesen Bedarf nicht selbst decken kann, aktiviert sie eine oder mehrere der drei Follower-Maschinen. Somit können die vier Wärmepumpen die ganze Bandbreite vom Minimal- bis zum Maximalbedarf flexibel abdecken. Nicht benötigte Maschinen laufen im Standby-Modus, was den Energiebedarf deutlich vermindert. Trotzdem kann bei plötzlichen Lastspitzen – etwa einer kollektiven Lust auf warme Bäder – der Bedarf schnell und zuverlässig gedeckt werden.