Markante Einsparungen
Die Anlage wurde im Sommer 2023 installiert, und mittlerweile ist die Abrechnung für die erste Heizperiode abgeschlossen. Das Resultat ist eindrücklich: Betrug der durchschnittliche Verbrauch der Gasheizung in den zwei vorangehenden Heizperioden noch knapp 3'192 Kubikmeter, sank er in der Heizperiode auf 431 Kubikmeter. Die Gaseinsparung beträgt damit mehr als 85 Prozent. «Und das, obwohl der Winter 2023/24 bei uns deutlich kälter war als der Winter 2022/23», sagt Sandra König. Die Nebenkosten fallen viel tiefer aus, was von den Mietparteien sehr geschätzt wird. Weil die Wärmepumpe mit Strom betrieben wird, ist die Stromrechnung etwas höher als zuvor. Verglichen mit den Energiekosten der alten Anlage (Gas und Solarthermie) sanken die Energiekosten der neuen Anlage (Wärmepumpe, Gas und Solarthermie) trotzdem um 42 Prozent. Die frankenmässige Einsparung beträgt also fast die Hälfte der alten Energiekosten.
Der einzige Wermutstropfen für das Eigentümerpaar ist die Fördersituation. «Um Fördergelder vom Kanton zu erhalten, hätten wir die dreijährige, einwandfreie Gasheizung herausreissen müssen. Das wäre absolut widersinnig gewesen», sagt Sandra König. Die Nachrüstung zugunsten der Umwelt und der Mietparteien musste deshalb vollständig von der Eigentümerschaft getragen werden. Trotzdem dürfte die ungewöhnliche Anlage zahlreiche weitere Projekte inspirieren.