Kreative Lösung
Deshalb entwickelten KLP Architekten (Zürich) eine neue Lösung. Architekt Frederik Brun betreute das Projekt und berichtet: «Auch wenn ein Gebäude unter Denkmalschutz steht, darf es sich weiterentwickeln. Wichtig ist jedoch, dass man nicht mit leeren Händen zur Denkmalpflege geht. Man sollte einige konkrete Lösungsvorschläge mitbringen, die auf das Bestehende Rücksicht nehmen. So kann im Dialog eine bewilligungsfähige Lösung gefunden werden.»
Diese Lösung besteht aus zwei Ansätzen. Für das Ausblasen der Luft nutzt man ein in der Ostfassade integriertes Kämmerchen für Gartenwerkzeug, das seit der Bauzeit bestand. Die Tür wurde entfernt, ein Durchbruch in der Aussenmauer vorgenommen und die neue Öffnung mit einem Wetterschutzgitter abgedeckt. Darüber wurde ein zweites, feineres Gitter montiert. Beide Gitter sind schwarz lackiert und fügen sich deshalb unauffällig in die unveränderte Fassade ein. Für die Ansaugöffnung wurde ein neuer Betonschacht erstellt. Er führt vom Technikraum unter dem Fussweg durch und mündet seitlich davon in einer Öffnung, die mit einem Gitterrost abgedeckt ist. Seit den Bauarbeiten im letzten Sommer sind die Pflanzen bereits kräftig gewachsen, und so nimmt man das Gitter kaum wahr.