Gut kombiniert
Für Solarkraftwerke gibt es zwei Varianten. Bei Aufdachanlagen montiert man die PV-Module auf der bestehenden Dachhaut (Ziegel, Faserzement etc.). Bei Indachanlagen sind Dachhaut und PV-Modul hingegen identisch. «Mit solchen Indach-Lösungen können optisch sehr gefällige Anlagen gebaut werden, etwa auf denkmalgeschützten Häusern. In der Praxis gibt aber oft der Preis den Ausschlag. Deshalb führen wir bei Privathäusern meistens Aufdachanlagen aus», berichtet Claudio Walker. Er ist Geschäftsführer bei der Bühlmann Bedachungen AG aus Malters, die beim Haus der Familie Elmer sowohl die Dachdeckerarbeiten wie auch die PV-Anlage. ausgeführt hat. Die Kosten für ein typisches Einfamilienhaus beziffert Claudio Walker auf ungefähr 20'000 Franken für eine Aufdachanlage. Bei einer Indachanlage könnten es rasch einmal 50'000 Franken oder mehr sein.
Die Kombination von Wärmepumpe und Solarstrom sei sehr attraktiv, sagt Thomas Stöckli, zuständiger Verkaufsberater bei ELCO. «Bei den heutigen Strompreisen lohnt es sich, selber zu produzieren. Der Strom vom eigenen Dach ist günstiger als derjenige aus der Steckdose», meint Stöckli. Und Michael Wirz ergänzt: «Aus technischer Sicht ist diese Anlage eine Standardlösung, da gibt es eigentlich keine Spezialitäten. Mit einer Wärmepumpe ist man schon lange kein Exot mehr, sondern im besten Sinn Mainstream.» Die PV-Module, welche zeitweise nur schlecht lieferbar waren, sind heute übrigens wieder problemlos erhältlich. Wer ein eigenes Solardach plant, muss im Moment keine Materialengpässe fürchten. Ein Thema sind jedoch die Wartezeiten, denn die meisten Dachdeckerbetriebe sind auf drei bis sechs Monate hinaus ausgebucht. Eine frühzeitige Anfrage lohnt sich also – wie bei jedem Sanierungsprojekt.